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Bildnachweis: Erinnerungsort Hotel Silber, © HdGBW / Daniel Stauch
Sonntag, 15. März, 16:00 – 17:00 Uhr
Ort: Erinnerungsort „Hotel Silber“, Dorotheenstraße 10, 70173 Stuttgart
Öffentliche Führung durch die Dauerausstellung
Anfangs ging es der Gestapo vor allem darum, politische Gegner*innen zu bekämpfen. Mitte der 1930er-Jahre überwachte, verfolgte und deportierte die Polizei jedoch zunehmend Menschen, die aus rassistischen Motiven nicht Teil der von dem NS-Regime propagierten „Volksgemeinschaft“ sein sollten. In der Themenführung werden die tödlichen Folgen des Rassismus am Beispiel der Polizei im Nationalsozialismus aufgezeigt.
Im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus ist die Führung kostenlos.
Zielgruppe: Interessierte Öffentlichkeit
Veranstalter_in: Haus der Geschichte Baden-Württemberg | www.hdgbw.de
Referent_innen: Geschichtsvermittler_in des Erinnerungsorts „Hotel Silber“
Anmeldung: Wir bitten um Anmeldung bis zum 13. März 2026 unter veranstaltungen-hs@hdgbw.de.
Bildnachweis: PapyRossa
Montag, 16. März, 19:00 - 21:00 Uhr
Ort: Forum 3 e. V., Gymnasiumstraße 21, 70173 Stuttgart
Szenische Lesung mit Videos und Musikbeispielen - Eine musikalische Würdigung der Gastarbeiter-Generation
Im Rahmen der diesjährigen Aktionswochen gegen Rassismus präsentiert Kutlu Yurtseven eine eindrucksvolle szenische Lesung zu seinem Buch "Eine ehrenwerte Familie". Mit Texten, Videoeinspielungen und Musikbeispielen blickt er auf über 35 Jahre Hip-Hop-Geschichte zurück – erzählt aus der Perspektive der Kölner Band "Microphone Mafia" und eingebettet in die gesellschaftlichen Kämpfe der letzten Jahrzehnte.
Das Buch, das Kutlu Yurtseven gemeinsam mit Rossi Pennino verfasst hat, verbindet die Geschichte der Band mit persönlichen Erfahrungen und politischem Engagement. Aufgewachsen im Schatten der Bayer-Werke, würdigt Yurtseven die erste Generation der Arbeitsmigrant_innen, die "alles gaben", und steht für einen Hip-Hop, der nicht nach Lebensläufen fragt, sondern nach Haltung. Neben unbeschwerten Stücken prägen vor allem Songs über die rassistischen Brandanschläge der 1990er Jahre das künstlerische Schaffen der Band.
Das NSU-Attentat auf der Kölner Keupstraße, das Kutlu Yurtseven aus nächster Nähe erlebte, markiert einen weiteren zentralen Punkt seiner Biografie – und erklärt sein konsequentes Engagement gegen Rassismus, sowohl in der Musik als auch in Initiativen und auf der Bühne. Die szenische Lesung macht Mut, sich gegen Rassismus und Krieg auszusprechen, und verbindet Erinnerung, Musik und Widerstand zu einem intensiven Abend. Ein kraftvoller Abend über Hip-Hop als Haltung, Erinnerung als Verantwortung und Musik als Stimme gegen Rassismus.
Kutlu Yurtseven, geboren 1973, ist Rapper, Autor und politisch engagierter Künstler. Als Gründungsmitglied der Hip-Hop-Band Microphone Mafia rappt er seit den frühen 1990er Jahren auf Türkisch und Deutsch und prägt damit eine Musik, die gesellschaftliche Realitäten, Migrationserfahrungen und antirassistisches Selbstverständnis miteinander verbindet.
Nach den NSU-Anschlägen engagierte sich Kutlu Yurtseven in der Initiative "Keupstraße ist überall" und wirkte am Theaterstück "Die Lücke" des Kölner Schauspiels mit, das sich mit den Folgen des NSU-Terrors auseinandersetzt. Neben seiner künstlerischen und politischen Arbeit ist er als Ganztagskoordinator an einer Schule tätig.
Der Eintritt ist frei.
Zielgruppe: alle Interessierten
Veranstalter_in: Deutsch-Türkisches Forum e.V. und Forum 3 e.V. | www.dtf-stuttgart.de www.forum3.de
Anmeldung: Um Anmeldung wird gebeten unter civicrm.dtf-stuttgart.de/...
Bildnachweis: Cathy Nzimbu Mpanu-Mpanu-Plato
Dienstag, 17. März, 19:00 – 20:30 Uhr
Ort: Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart
Vortrag
Die biblische Botschaft verkündet die Gleichheit und Einheit zwischen Menschen weltweit, eine tiefe Verbundenheit zwischen Christen untereinander, die uns definiert und jenseits ethnischer Herkunft ein Teil unserer gemeinsamen Identität ist. Doch einen Blick in unseren Alltag zeigt uns, dass wir weit entfernt sind von diesen Idealen. Fälle von Diskriminierung und rassistisches Verhalten begegnen schwarzen Menschen täglich. Ein Blick zurück in biblische Zeiten – und in die Gegenwart: Passten und passen Schwarze Personen im Stadtbild?
Referentin: Cathy Nzimbu Mpanu-Mpanu-Plato ist in der demokratischen Republik Kongo geboren und lebt seit 40 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist Studienleitern von STUBE, einem Studienbegleitprogramm für internationalen Studierende. Sie ist u. a. engagiert im Vorstand von Proökumene und beim Forum der Kulturen e. V. Sie begleitet Menschen, die Diskriminierung und rassistische Erfahrungen gemacht haben und wurde dafür vom Bund für Antidiskriminierungs- und Bildungsarbeit e. V. in Berlin ausgebildet.
Kooperation: Ndwenga e.V., Pro Ökumene e.V.
Kostenbeitrag: 6,00 Euro
Zielgruppe: Alle Interessierten
Veranstalter_in: Evang. Bildungszentrum Hospitalhof | www.hospitalhof.de
Anmeldung: Reservieren unter www.hospitalhof.de
Bildnachweis: Aşk, Mark ve Ölüm – Liebe, D-Mark und Tod
Dienstag, 17. März, 19:30 Uhr
Ort: KULTURWERK, Ostendstr. 106 A, 70188 Stuttgart
Preisgekrönte Kurzfilme und Gespräche mit den Regisseur_innen
Ein beeindruckender Dokumentarfilm von Cem Kaya über die einzigartige Musikkultur türkischer Einwanderer in Deutschland: Von den Gurbetçi-Liedern der ersten Generation bis hin zu den Pionieren des deutsch-türkischen HipHop.
Der Film macht mit noch nie gesehenem Archivmaterial die Bedeutung dieser kulturellen Entwicklung erlebbar und eröffnet neue Perspektiven auf Fragen von Zugehörigkeit, Identität und Partizipation.
Im Anschluss an die Vorführung gibt es ein Filmgespräch mit dem Musiker und Rapper Kutlu Yurtseven.
Eintritt: 5 EUR, mit Bonuscard frei
Zielgruppe: Alle Interessierten
Veranstalter_in: Deutsch-Türkisches Forum e.V. | www.dtf-stuttgart.de
Anmeldung: Reservierungen und Vorverkauf auf www.kulturwerk.de
Bildnachweis: Fotograf Andreas Langen
Mittwoch, 18. März, 19:00 – 21:00 Uhr
Ort: Haus der Katholischen Kirche Stuttgart, Königstraße 7, 70173 Stuttgart
Vortrag und Gespräch mit Mark Terkessidis
In den letzten fünf Jahrzehnten hat sich die Bundesrepublik dramatisch verändert, in vielerlei Hinsicht, aber vor allem demographisch: In den Städten der alten Bundesrepublik werden in absehbarer Zeit die Menschen mit Migrationshintergrund in der Mehrheit sein. Offensichtlich – und das zeigt sich etwa an Debatten über Probleme mit dem “Stadtbild” – kommt die Mentalität zumal in der Politik mit den Veränderungen nicht mit: Die Vorstellungen von Normalität erscheinen nostalgisch und realitätsfern, und strukturelle Probleme in Wirtschaft und Verwaltung werden auf das Thema Migration verlagert.
Die Frage ist aber auch, ob die jüngsten Diskussionen über Rassismus, die sich eher mit der Situation in den USA befassen, in dieser Situation hilfreich sind. Ein Rückblick auf die letzten 50 Jahre in einem veränderten Land, das mit der eigenen Zukunft nicht zurecht kommt.
Mark Terkessidis ist freier Autor mit den Schwerpunkten Migration, Interkultur und Rassismus. In der langen Liste seiner Veröffentlichungen wird sein Weitblick und tiefes Verständnis für gesellschaftliche Entwicklungen in diesen Zusammenhängen deutlich. Seine Promotionsschrift wurde 2004 mit dem Titel “Die Banalität des Rassismus. Migranten zweiter Generation entwickeln eine neue Perspektive” veröffentlicht. In neueren Veröffentlichungen befasst er sich unter anderem mit den Themen Postkolonialismus sowie Diversität und Demokratie.
Im Anschluss an den Vortrag von Mark Terkessidis vertiefen die Journalistin Anna Koktsidou und Mustafa Arab vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg das Thema aus ihren persönlichen Perspektiven - und wir öffnen die Gesprächsrunde auch für Impulse aus dem Publikum.
Den Abend moderiert Kerim Arpad, Geschäftsführer des Deutsch-Türkischen Forums Stuttgart.
Kooperation im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus: Forum der Kulturen Stuttgart, Stadtjugendring Stuttgart, Deutsch-Türkisches Forum, Katholisches Bildungswerk Stuttgart
Zielgruppe: alle Interessierten
Veranstalter_in: Katholisches Bildungswerk Stuttgart | www.kbw-stuttgart.de
Anmeldung unter https://www.kbw-stuttgart.de/...
Bildnachweis: Dietz/bergsee, blau
Donnerstag, 19. März, 19:00 Uhr
Ort: CVJM Stuttgart e.V., Großer Saal, Büchsenstraße 37, 70174 Stuttgart
Vortrag über die Mitte-Studie durch Prof. Dr. Beate Küpper mit anschließender Podiumsdiskussion unter Einbezug des Publikums
Wie steht es um die gesellschaftliche Mitte in Deutschland? Welche Einstellungen prägen sie – und wie stabil sind die demokratischen Überzeugungen, die unser Zusammenleben tragen sollen? Die neue „Mitte-Studie 2024/2025: Die angespannte Mitte“ liefert Antworten auf diese Fragen. Sie zeigt, dass gesellschaftliche Polarisierungen, Misstrauen gegenüber Institutionen und rechtsextreme Einstellungen längst keine Randphänomene mehr sind.
Seit fast zwei Jahrzehnten untersucht die Mitte-Studienreihe im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung regelmäßig politische Einstellungen in Deutschland – und bietet damit einen einzigartigen Langzeitblick auf die Verfasstheit unserer Demokratie. Die aktuelle Erhebung macht deutlich: Die gesellschaftliche Mitte steht unter Druck. Sie ist verunsichert, teilweise erschöpft, sucht Orientierung – und bleibt doch entscheidend dafür, ob sich demokratische Werte behaupten.
Die Vorstellung der neuen Studie lädt dazu ein, die Befunde gemeinsam zu diskutieren: Was hält die Gesellschaft noch zusammen? Wo liegen Bruchlinien – und welche Perspektiven ergeben sich für eine Politik, die Vertrauen, Gerechtigkeit und Teilhabe stärkt?
Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus Stuttgart und in Kooperation mit dem Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Zielgruppe: Alle Interessierten
Veranstalter_innen: Landesbüro Baden-Württemberg der Friedrich-Ebert-Stiftung und Stadtjugendring Stuttgart e.V. | www.fes.de/landesbuero-bawue und www.sjr-stuttgart.de
Anmeldung unter www.fes.de/lnk/mittestudiestuttgart
Bildnachweis: HdGBW
Donnerstag, 19. März, 19:00 Uhr
Ort: Haus der Geschichte Baden-Württemberg, Konrad-Adenauer-Straße 16, 70173 Stuttgart
Tandemführung durch Antisemitismus-Ausstellung
Ein Ko-Kuratierender unserer Ausstellungsintervention zu Antisemitismus und Franziska Dunkel, Projektverantwortliche vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg, führen gemeinsam durch die Intervention "Fragt uns doch mal. Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus".
Sie wollen mit den Teilnehmer_innen diskutieren über Fragen von Diskriminierung, Repräsentation von hasserfüllten Stereotypen und die Möglichkeit, Sprachräume offen zu halten trotz Konflikten.
Die Führung ist kostenfrei.
Zielgruppe: alle Interessierten
Veranstalter_in: Haus der Geschichte Baden-Württemberg | www.hdgbw.de
Anmeldung bis 18. März unter besucherdienst@hdgbw.de.